Cayos de Belice (Belize) – Camping in der Karibik

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Camping auf einer einsamen Insel – Einblicke in unser Abenteuer „3 Monate in Mittelamerika“

Einmal in die Karibik reisen. Davon träumen viele. Und auch ich war nie abgeneigt weißen Sand unter den Füßen und türkises Meereswasser vor mir zu haben. Tatsächlich ist die Karibik nicht weit von unserem Wohnort in Guatemala City entfernt. Schnell war klar: dieses Abenteuer gehört uns.

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Nur irgendwie hatte ich in meinen Vorstellungen noch einen Cocktail an der Hotelbar in der Hand… der Plan ging nicht ganz auf 😉 Im Nachhinein war es aber genau perfekt so wie es war.

Collage Carla

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Wir haben durch Zufall von einer Exkursionsagentur (vielmehr ein Familienunternehmen) erfahren, die sich hauptsächlich an Taucher richtet, aber auch für Familien tolle Angebote hat. Mein Mann war zu seiner Abschlussfahrt der Schule tatsächlich schon einmal mit dieser Firma unterwegs und der Kontakt war über Facebook schnell hergestellt. Spontan bekamen wir Plätze noch kurz vor Ostern. (Wer sich näher dafür interessiert: das ist die Familie Spross). Die Familie hat sozusagen seit fast 40 Jahren die „Rechte“ der Insel im Atlantik. Die Insel „Cayo Limon“ ist eine von mehreren und gehört zum Nachbarland Belize. Sie ist etwa 4 Fussballfelder groß und zeitgleich befinden sich um die 50 Leute auf der Insel. Etwa 15 Touren im Jahr werden dorthin angeboten. Das angebotene Ausflugspaket der Familie beinhaltet die Busfahrt nachts von Guatemala Capital (ca. 5 Stunden), die Bootstour zur Insel (ca. 4 Stunden), 4 bzw. 5 Übernachtungen in einem Zelt und die komplette Verpflegung vor Ort. Außerdem werden Ausflüge zu anderen Inseln, zum Schnorcheln und Animation angeboten. Die Kosten belaufen sich für eine 4-köpfige Familie auf etwa 1200€ für die knappe Woche inkl. Steuern. Da wir bereits einen Tag vorher im privaten PKW angereist sind und im Hotel an der Küste übernachtet haben, hatten wir noch weitere Ausgaben. So war die Reise aber etwas entzerrt für uns und entspannter. Natürlich nicht gerade günstig…. ABER absolut empfehlenswert.

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Die Familie Spross organisiert diese Exkursionen seit fast 4 Jahrzehnten und das merkt man absolut. Die komplette Crew war sehr freundlich und es fehlte an nichts. Das Essen der 4 Tage war perfekt (siehe weiter unten).

Das einzige negative: REGEN, REGEN und REGEN. Wir hatten so ein Pech mit dem Wetter. Ich durfte mir von einer mitreisenden Dame mind. 50 mal anhören, das sie seit 35 Jahren jedes Jahr zu Ostern mitfährt und noch nie Regen hatte. Tja… sie war ja noch nie mit uns dort 😉 Wir hatten also die Premiere dort. Na ja… als die sturmartigen Regenfälle uns die erste Nacht überraschten, hatte die Crew in nur kürzester Zeit für Planen gesorgt. Zwar war unser Zelt etwas feucht, aber zum Glück war es ja nicht kalt. Das „Klamme“-Gefühl wurden wir aber leider trotz lüften die Tage nicht los.

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Wen hat der Regen am wenigsten gestört? Die Kids natürlich. Die kamen auf ihre Kosten und haben den Regen wahrscheinlich kaum wahrgenommen bzw. ordentlich gematscht.

Das Spielen wurde einfach unter die Zeltplane verlegt. Sand gab es ja schließlich überall 😉

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Für die Kids war das Angebot generell traumhaft: viele Spielkameraden, Gesellschaftsspiele, Zauberer, Strandspiele, Piniata, Wettbewerbe… die Kids konnten sich völlig frei auf der Insel bewegen und haben diese Freiheit auch definitiv genossen.

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Die meiste Zeit haben wir am Strand verbracht „Schätze“ zu suchen und Torten zu verzieren (für die Cousine zum bevorstehenden ersten Geburtstag übrigens ;-))

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Tiere gab es einige zu beobachten am Strand und auf der Insel. Eine Gruppe vorbeischwimmende Delfine habe ich mit der Kamera leider verpasst.

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Schildkröten haben wir leider nicht live gesehen.

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Zumindest keine echten 😉

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Dieser Urlaub hatte wirklich etwas magisches für uns. So viel Familienzeit ganz ohne Medien. Das ist  Luxus wie eine liebe Followerin auf Instagram schrieb. Oh ja, das war es. Luxus pur.

Insgesamt hat er auch den Blickwinkel auf Camping/Zelten bei mir geändert. Dies war mein erstes Mal und ich fand es toll. So naturnah, so gemeinschaftlich… vielleicht beim nächsten Mal ohne Regen 😉

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Zelte:

Geschlafen haben wir in einem großen Zelt mit Schaumstoffmatratzen. Sein Bettzeug sowie Handtücher musste man sich selber mitbringen. Meine einzige Sorge war nur „Bitte kein Magen-Darm bei den Kids die Woche“ 😉 Zum Glück kamen wir mit unserer Wäsche hin. Eine Waschmaschine gab es nämlich natürlich nicht dort.

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Das Zelten hatte natürlich für die Kids etwas magisches. Es war mal ein ganz anderer Urlaub als in einem Hotel. Ganz ohne Dress-Code und co.

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Die sanitären Einrichtungen waren sporadisch, aber sauber. Generell kann man die europäischen Standarts hier nicht übertragen. Man muss auch mal das ein oder andere Auge zukneifen. Ich fand das in diesem Rahmen der Reise aber völlig ok. Es wurde viel gereinigt vom Personal und auch die Leute gingen sehr nachhaltig mit den Toiletten um. Das Duschwasser war Meerwasser, was durch eine Anlage gepumpt und gereinigt wurde. Der Geruch war etwas abgestanden… aber auch hier: man überlebt es 😉 Einen Spa-Bereich habe ich nicht unbedingt erwartet. Wobei: es war tatsächlich ein Masseur zufällig vor Ort. Man hätte sich also auch durchkneten lassen können.

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Morgenroutine mit tollem Ausblick… so vergisst man fast das Zähneputzen 😉

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Essen:

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Das Essen war ein Traum (leider war es abends zu dunkel für Fotos). Die Crew hat wirklich für alles gesorgt. Es gab neben Frühstück (abwechselungsreich von French Toast über Pancakes zu herzhaften Leckereien), Mittagessen und Abendbrot auch Snacks zwischendurch und Getränke standen jederzeit bereit. Mitgebrachte Eiswürfel sorgten sogar für gekühlte Getränke. Die Logistik dahinter war der Wahnsinn. An den ersten Tagen gab es die gekühlten Sachen an Fleisch und Meeresfrüchten (in großen Kühlboxen) und zum Ende hin haltbare Lebensmittel wie Pasta und Reis. Dazu eine Vielzahl an Gemüse und Obst.

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Die Essenszeiten waren vorgegeben, jedoch wurden wir direkt angesprochen, ob sie für die Kids so ok sind oder ob diese eher/später essen möchten. So etwas kinderfreundliches. Der Wahnsinn <3

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Gekocht wurde sporadisch in einer improvisierten Küche.

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Abgewaschen am Meer 😉 Der Müll wurde übrigens nach Kompost und nicht getrennt um so wenig Müll wie nur nötig zu produzieren. Sehr nachhaltig! Der Plastikmüll musste ja schließlich wieder mitgenommen werden.

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Wenn ich die Fotos so sehe, würde ich mich am liebsten  zurückbeamen…

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Die Bootsfahrt war übrigens ebenfalls problemlos (auch wenn einer gebetet hat). Keinem wurde übel, wir waren nur am Ende wirklich ko. Aber glücklich ko.

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Zum Schluss jedoch noch ein paar kritische Worte… die Tagen waren perfekt. Wirklich. Trotzdem haben sie zum Nachdenken angeregt.

Gerade nach den Regenfällen und der etwas stürmischen See wurden Unmengen von Müll angeschwemmt. Das machte traurig und sind die Momente, die man natürlich in Katalogen nicht sieht. Außerdem hatte ich ein langes Gespräch mit dem Veranstalter, der immer mitreist. Ein ganz toller Mann. 81 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Die Insel ist seine zweite Heimat seit 40 Jahren und er sieht die Veränderungen noch drastischer: der Strand wird immer kleiner, das Wetter immer unbeständiger und die einst so vielfältige Tierwelt stirbt nach und nach aus. Es gibt immer mehr Plünderer, die es auf die Leguane, Schildkröten, Seesterne und co abgesehen haben. Oh man 🙁

Den negativen Beigeschmack gab es wieder in Guatemala angekommen: alle Nachrichten der Woche aus der Welt nachlesen müssen und schlucken müssen. Manchmal ist so eine einsame Insel ohne Medien vielleicht gar nicht so schlecht…

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Die Tage werden immer einen Platz in meinem Herzen haben und mich definitiv nachhaltig prägen… auch mal offline im Alltag zu sein <3

Zu unserem Reisetagebuch unserer 3 Monate geht es hier entlang.

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