Am 6.Januar feiern viele Länder die Ankunft der drei heiligen Könige. Ein traditionelles Gebäck an diesem Tag ist der Dreikönigskuchen. In dieser Süßspeise aus Hefeteig versteckt sich ein „König“ (meist eine Mandel o.ä.) und derjenige, der dieses Stück erwischt, wird für den Rest des Tages wie ein König behandelt.
Sandra und Zorra haben wieder zum gemeinsamen Backen aufgerufen und so wurde am Sonntag in so einigen Küchen geknetet, geformt und gebacken. Und eins kann ich mit Gewissheit sagen: in jeder Küche der Teilnehmer hat es verdammt gut geduftet.
Ich habe mich am Ausgangsrezept vom Blog „Besonders Gut“ orientiert und den Teig halbiert und eine Hälfte mit Schokoladenstücken befüllt. Ich habe mich genau an das Rezept für den Dreikönigskuchen gehalten und es ist wirklich genial. Der Teig ist perfekt geworden und ließ sich super formen. Probiert es unbedingt aus.
Dreikönigskuchen – eine Tradition
Der Dreikönigskuchen ist ein traditionsreiches Gebäck, das jedes Jahr am 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige, auf vielen Tischen zu finden ist. Besonders in der Schweiz, aber auch in Süddeutschland und im Elsass, gehört er fest zum kulinarischen Brauchtum rund um den Jahresbeginn. Der Kuchen steht nicht nur für Genuss, sondern auch für Gemeinschaft, Spiel und ein wenig Glück.
Typisch für den Dreikönigskuchen ist seine besondere Form: Er besteht aus mehreren kleinen, runden Hefeteigkugeln, die ringförmig oder blumenartig um eine größere Kugel in der Mitte angeordnet sind. Der Teig ist weich, leicht süß und oft mit Rosinen oder Zitronat verfeinert. Nach dem Backen wird der Kuchen häufig mit Eigelb bestrichen, mit Hagelzucker bestreut oder mit Mandeln dekoriert, was ihm sein goldenes, festliches Aussehen verleiht.
Eine zentrale Rolle spielt die kleine Figur oder Bohne, die in einer der Teigkugeln versteckt wird. Wer sie in seinem Stück findet, wird für einen Tag zur „Königin“ oder zum „König“ gekrönt. Dazu gehört meist eine Papierkrone, die dem Kuchen beiliegt. Dieser Brauch macht den Dreikönigskuchen besonders beliebt bei Familien und Kindern, denn er verbindet das gemeinsame Essen mit Spannung und Freude.
Historisch geht der Dreikönigskuchen auf alte Bräuche zurück, die teilweise bis in die Römerzeit reichen. Die versteckte Bohne symbolisierte schon damals Glück und Wohlstand. Im christlichen Kontext wird das Gebäck mit der Geschichte der Heiligen Drei Könige verbunden, die dem Stern von Bethlehem folgten und dem neugeborenen Jesus Geschenke brachten.
Heute gibt es den Dreikönigskuchen in vielen Variationen. Neben der klassischen Version mit Rosinen findet man Rezepte mit Schokolade, Nüssen, getrockneten Früchten oder sogar herzhafte Varianten mit Käse. Trotz dieser Vielfalt bleibt die Grundidee gleich: ein Kuchen, der geteilt wird und Menschen zusammenbringt.
Der Dreikönigskuchen ist somit mehr als nur ein süßes Hefegebäck. Er ist ein Symbol für den Abschluss der Weihnachtszeit, für Gemeinschaft und für einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr – mit einem kleinen Spiel, das Glück und Freude verspricht.
Ich verrate euch das Grundrezept für einen Dreikönigskuchen. Für zwei kleinere müsst ihr den Teig halbieren und die Temperatur beim Backen anpassen.
Dreikönigskuchen – Rezept
Zutaten
Für den Vorteig:
- 100 g Mehl
- 100 g Milch
- 1 g Frischhefe
Für den Hauptteig:
- Vorteig
- 200 g Milch
- 8 g Frischhefe
- 40 g Zucker
- 2 Pck. Vanillezucker
- 400 g Mehl
- Prise Salz
- 1 Mandel als König
zum Einstreichen:
- etwas Milch
- Hagelzucker
optional:
- Schokostückchen
Zubereitung
Vorteig herstellen:
- am Abend für den Vorteig die Milch in eine Schüssel geben und die Hefe gründlich einrühren
- Mehl zugeben und alles gut vermischen.
- den Vorteig ca. 1,5 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen
Hauptteig zubereiten:
- Am nächsten Tag den Vorteig aus dem Kühlschrank nehmen und in der Knetschüssel bei Raumtemperatur etwas akklimatisieren lassen
- alle Zutaten mit in die Knetschüssel geben und 8–10 Minuten auf niedriger Stufe kneten
- der Teig ist recht weich und elastisch. Abschließend noch zügig die Schokolade unterkneten.
- optional: Schokolade unterkneten
- den Teig bedeckt bei Raumtemperatur 60–90 Minuten gehen lassen
Dreikönigskuchen formen:
- Teig dritteln und aus einem Drittel eine große Kugel formen und diese mit der Naht nach unten auf ein Backpapier legen
- die restlichen beiden Teigstücke je vierteln und auch zu Kugeln formen und mit der Naht nach unten gleichmässig – nicht zu dicht – um die große Kugel herum platzieren
- König (Mandel) in einer Kugel verstecken nicht vergessen!
- mit Mich bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen
- im vorgeheizten Ofen bei 190 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen
Und dieser Duft – ein Traum!
Versteckt wurde bei uns übrigens eine Mandel und führte zu viel Spaß bei den Kids… vielleicht waren es auch zufälligerweise drei Könige 😉
Ein wirkliches tolles Hefegebäck, was ich definitiv öfter backen werde. Danke an die Organisatoren fürs Motivieren. Es war mir wie immer eine Freude mit euch synchron zu backen.
Guckt auch unbedingt mal bei den anderen Teilnehmern vom #synchronbacken #synchrondreikönigskuchen vorbei:
Zorra von Kochtopf.me
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Britta von Backmaedchen 1967
Petra von gf Natürlich
Sonja von Soni – Cooking with Love
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus &
Caroline von Linal’s Backhimmel
Tina von Küchenmomente
Verena von Verena`s blog Schöne Dinge
Sascha von Lecker muss es sein!
Barbara von Barbaras Spielwiese
Tamara von Cakes, Cookies and more
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Eva von evchenkocht
Bettina von homemade & baked
Simone von auchwas
Tanja von Tanja’s “Süß & Herzhaft”
Weitere Ideen für Backwaren aller Art
Wenn ihr noch mehr Ideen sucht, dann stöbert doch mal ein wenig auf dem Blog. So einige Back-Ideen für verschiedene Brote oder Kekse findet ihr hier und die Sammlung wächst stets weiter.
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