Pizzazunge mit frijoles und Avocado

 Pizza-Synchronbacken

Synchronpizza Pizzazungen frijoles (7)

Es war wieder Zeit fürs #synchronbacken von den Food-Bloggerinnen Zorra und Sandra. Eigentlich wollte ich dieses Mal aussetzen, da ich einige Vorbereitungen für den Geburtstag meiner Tochter zu erledigen hatte. Eigentlich… aber essen mussten wir ja auch was zwischendurch 😉 Und wer kann schon nein zu Pizza sagen?

Das Rezept vom Pizzateig findet ihr hier. Das besondere an dem Teig: er kommt in den Kühlschrank und kann dort sogar bis zu einer Woche verweilen. Jeder Tag verfeinert sein Aroma ein Stückchen mehr.

Ich habe mich am Originalrezept orientiert und hatte den Teig 4 Tage im Kühlschrank. Der Teig hat sich ordentlich vergrößert. Geschmacklich war er super. Unbedingt ausprobieren.

Synchronpizza Pizzazungen frijoles (5)

Belegt habe ich den Teig auf eine für uns ganz besondere Art: ein Stück Heimat für meinen Mann. Es gab nämlich Pizzazungen guatemaltekischer Art.

In Mittelamerika (speziell Guatemala, Mexiko, El Salvador und Honduras) zählt frijoles zu einer Spezialität, die zu fast jeder Mahlzeit gereicht wird – auch zum Frühstück. Frijoles ist ein Bohnenmus, was aus schwarzen Bohnen besteht. Diese werden nach dem Einweichen gekocht, püriert und dann mit Zwiebeln, Knoblauch (und Chili) gebraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Man erhält am Ende eine streichfähige Bohnencreme, die als Beilage dient. Sie wird mit Rührei und Tortillas gereicht oder es werden Nachos oder Brot drin gedippt.

Wir hatten Glück und haben in einem indischen Supermarkt direkt eingelegte schwarze Bohnen bekommen, so dass ich mir den ersten (und auch längsten) Schritt sparen konnte. Nach dem Pürieren musste ich das Bohnenpüree nur so lange in etwas Öl anbraten bis eine feste Masse entsteht.

Synchronpizza Pizzazungen frijoles (6)

Da so viel Interesse am frijoles besteht, fasse ich das Rezept noch einmal detailliert zusammen:

Frijoles - Rezept
 
Zutaten
  • für eine große Portion in der schnellen Variante:
  • 1 Dose bereits eingelegte schwarze Bohnen (keine Kidneybohnen) (man kann auch trockene schwarze Bohnen über Nacht einlegen und weich kochen, dauert jedoch um einiges länger ;-))
  • halbe Zwiebeln
  • Knoblauch
  • ggf. Chili, wer es scharf mag
Zubereitung
  1. Bohnen mit der Flüssigkeit pürieren
  2. Zwiebel und Knoblauch würfeln und entweder direkt mit pürieren oder mit in der Pfanne anbraten
  3. püriertes Bohnenmus in einer Pfanne mit etwas Öl unter Rühren anbraten
  4. diesen Vorgang so lange wiederholen bis die Flüssigkeit verdampft ist und eine leicht trockene Masse entsteht
  5. diese Masse weiter verarbeiten für die Pizza, auf Baguette, Tortillas o.ä. oder als Dip für Nachos

Diese Masse habe ich auf längliche Pizzazungen gestrichen und mit Zwiebelringen und Käse für etwa 10 Minuten bei 250 Grad in den Ofen geschoben.

Die Pizzazungen waren schneller weg als ich gucken konnte. Mein Mann hat sie förmlich inhaliert 😉 Ihm habe ich eine große Freude damit bereitet und ein Stück Heimat ins Ruhrgebiet geholt.

Frisch aus dem Ofen bekamen die Pizzazungen noch einige Stücke Avocado und Creme fraîche oben drauf.

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So exotisch es klingt, probiert es unbedingt aus. Es schmeckt nach Fernreise <3

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Es hat wieder viel Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Mal.

Schaut auch unbedingt bei den anderen Teilnehmern vom Synchronbacken vorbei:

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25 KOMMENTARE

  1. Oh, was für leckere Bilder von diesen Zungen! Und die Idee mit dem Bohnenmus auf Pizzateig muss ich mir merken…als Veganerin ist man ja immer auf der Suche nach raffinierten proteinhaltigen Rezepten. ;o)

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    tris

    • Das freut mich, wenn es ansprechend aussieht… was bei Bohnenmus tatsächlich etwas schwieriger ist 😉
      Ganz liebe Grüße zurück in die Schweiz,
      Sarah

  2. Die Pizzazungen sehen echt lecker aus! Bohnenmus habe ich noch nie probiert, aber klingt ja so, als müsse man das mal gemacht haben 🙂
    Indische Supermärkte gibt es hier in Berlin ja zuhauf – da spar ich mir die Arbeit doch gerne 😀
    Liebe Grüße!

    • Oh ja, unbedingt ausprobieren. Es sieht optisch vielleicht nicht auf den ersten Blick vielversprechend aus… es hat aber geschmacklich einen Grund warum es in vielen Ländern so viel gegessen wird 😉 Überraschen lassen.
      LG, Sarah

  3. Huhu, ich habe ja schon auf Insta eure Vorbereitungen verfolgt und die schöne Geschichte dazu. Deine Frijoles sehen so köstlich aus. Ich werde sie auch einmal ausprobieren. Ich habe das Glück, dass ich die schwarzen Bohnen hier überall in den Asialäden als Konservenware bekomme.
    Leider klappt etwas mit dem Link zu meinem Beitrag nicht. Schau mal, hier ist er nochmal: http://www.kochtrotz.de/2016/08/09/der-kuehlschrank-pizzateig-ab-sofort-habe-ich-fast-immer-pizzateig-vorraetig-einfach-und-sehr-vielseitig/
    Ganz liebe Grüße
    Steffi

  4. Oh wie köstlich, das weckt ja fernweh in mir. Super Idee mal den Urlaub so auf den Teller zu holen. Klasse Rezept, das muss probiert werden!
    Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
    Ingrid

  5. Das klingt wirklich meeeeegagenial! Ich liebe Bohnen, ich liebe Avocado! Ich hätte echt gerne ein Stückchen von eurer „Pizza“ gemopst! 😉
    Hab ich Tomaten auf den Augen oder hast du das genau Rezept für die Bohnenpaste gar nicht aufgeschrieben? Falls ich es nicht übersehen habe, könntest du das vielleicht nachreichen?

    Danke und liebe Grüße
    Melissa

    • Hallo Melissa, habe es noch einmal versucht detaillierter aufzuschreiben… es ist sooo simpel und ich habe es bestimmt schon hunderte Male zubereitet, daher dachte ich es ist klar – mein Fehler. Tut mir leid. Hoffe jetzt ist es etwas verständlicher, ansonsten nachfragen.
      Liebe Grüße,
      Sarah

  6. Ich finde die Idee echt richtig toll und habe vorher von frijoles noch nie gehört. Jetzt habe ich große Lust das auch mal nachzumachen und zu gucken, wie das wohl schmeckt. 🙂

  7. Das Bohnenmus muss ich ganz unbedingt mal ausprobieren! Ich bin ja ein großer Fan davon, gewohnte Dinge – also in dem Fall ganz allgemein Bohnen – in irgendeine andere Form zu bringen. Also z.B. Kidney Bohnen nicht nur fürs Chili zu verwenden etc. Und das ist auch so eine leckere Sache.. yummi… LG

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